LeBoat Hausboottour mit Freunden und Bordhund Omrano

Wenn ich in den Urlaub fahre, kann ich ganz und gar auf Luxus verzichten. Ich brauche kein 5 Sterne- Hotel, um glücklich zu sein. Vor ein paar Jahren haben wir uns ein Wohnmobil ausgeliehen, und das war der beste Urlaub, die ich je gemacht habe.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gefragt worden bin, ob ich mit auf einen Hausboot- Trip auf der Mecklenburgische Seenplatte komme.

Na klar komme ich mit. 

Da brauche ich nicht lange zu überlegen. Ich hatte schon viel davon gehört, und obwohl ich aus dem Norden komme und es praktisch vor der Tür ist, hab ich es leider nie geschafft.

LeBoat hat uns ein Schiff zur Verfügung gestellt, und ich sollte mit 6 Bloggerfreunden, Markus, unser Captain, ConstanzeTanja & StefanAnni & Juliane aus Karlsruhe Anfang April in See stechen.



Da ich ja seit einigen Monaten einen Hund habe, war natürlich meine erste Frage, ob Omrano mit an Bord darf.

Sowohl von meinen Freunden noch von LeBoat stand dem nichts im Wege.
Also hatten wir einen Bordhund und Omrano ging auf seine erste Seereise.




Unser Treffpunkt und die Basis von LeBoat ist Marina Wolfsbruch.




Meine Karlsruher Freunde hatten eine ganz schön lange Anreise, aber da ich gerade auf Deutschlandtour war und vorher eine Woche Urlaub auf Sylt gemacht hatte mit Zwischenstopp in Hamburg, hatte ich glücklicherweise nur eine Anreise von gut 2 Stunden.

Die Fahrt führte mich durch viele kleine Orte, ehe ich in Marina Wolfsbruch ankam, wo ich meine Freunde treffen sollte, um  dann das Boot in Empfang zu nehmen.

Die Freude war groß, als wir die Vision 4 SL sahen- dass ist das Flaggschiff von Leboat, die Luxusversion mit 4 Kabinen mit je 2 Betten. Jede Kabine hat seine eigene Nasszelle, ein voll ausgestattete Küche, ähm an Bord heißt das wohl Kombüse-
mit Herd und Ofen, ein riesig großen Kühlschrank, großen Tisch (wo alle Mann Platz haben). Sogar einen Fernseher gab es.




Omrano und ich hatten unsere eigene Kabine.

Aber leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
Sturmtief Niklas fegte übers Land, sodass wir an dem Tag nicht mehr auslaufen durften.

Macht nix, wir ließen uns die Laune nicht verderben.

Nachdem wir uns schon häuslich an Bord eingerichtet hatten, sind wir mit dem Auto zu einem gemeinsamen Ausflug nach Rheinsberg aufgebrochen, nur einen Katzensprung entfernt und dort haben wir das schöne Wasserschloss besichtigt.

Und für Omrano gabs im Schlosspark noch mal eine tolle Gelegenheit sich so richtig auszupowern.







Durch Zufall sah ich  im Augenwinkel den von außen sehr ansprechenden Ratskeller und da wir alle Hunger hatten, sind wir da zum Essen reingegangen. Und wir wurden nicht enttäuscht. Sehr lecker.



Am frühen Morgen stiegt die Aufregung. Wie ist das Wetter??? Können wir endlich auslaufen... geht heute loooos???....

Jaaa es ging looos!!!

Zum Glück hatte wir 2 Kapitäne an Bord, die schon mal ein Hausboot gefahren hatten. Markus (der 1. Offizier) hat zusammen mit seinem Co Captain Stefan eine Einweisung in die Technik der Vision erklärt bekommen, und dann sind wir mit den Technikern von LeBoat aus dem Hafen zu einer kleinen Einführungsfahrt losgetuckert.

Als wir die Techniker wieder zurück in den Hafen gebracht hatten, waren wir dann mit dem fast 15 Meter langen Schiff auf uns allein gestellt.
Obwohl man in Deutschland ohne Bootsführerschein nur mit einem Einführungskurs Hausboote fahren darf, hätte ich mir alleine jetzt nicht zugetraut, so ein großes Schiff zu fahren.

Aber der Captain Markus hatte alles im Griff, also ging sie los, die große Fahrt.





Wir steuerten noch einmal Rheinsberg an, aber dieses Mal nicht mit dem Auto, sondern auf dem Wasserweg, wie sich das gehört.

Es gab Jahre, da war es Anfang April schon sehr sommerlich, wir hatten leider so ein Jahr nicht erwischt. Es war kalt, um nicht zu sagen saukalt und als wir in Rheinsberg anlegen wollten, fegte uns der Sturm samt Boot fast weg. Und als wenn das nicht schon reichte, fing es auch noch an zu hageln.

Aber nur 3 Minuten und dann schien wieder die Sonne, eben Aprilwetter.

Meisterlich manövrierte Markus die Vision an den Steg und wir, schon wie ein eigespieltes Team, halfen beim Ankern und warfen die Leinen an den Steg und machten einen Knoten wie alte Seemänner.

Im Vorfeld hatte ich die Grundnahrungsmittel und Getränke für die gesamte Mannschaft schon eingekauft. Aber es fehlten noch frische Lebensmittel. Und da man mit einem Boot keine Parkplatzsorgen hat, legt man einfach im Hafen an, geht von Bord und kauft schnell ein.

Wenn man mit einem Hund so eine Tour macht muss man sich natürlich auch seinen Bedürfnissen berücksichtigen. Also hab ich die Chance genutzt und bin mit Bordhund Omrano ein bisschen rumgelaufen, sodass er zu seiner notwendigen Bewegung kam.

Als in Rheinberg alles erledigt war, war das nächste Ziel Neustrlitz.





Der Weg führte uns durch herrliche Kanäle und Seen - herrliche Landschaft.
Ein Traum. Im Sommer kann man einfach irgendwo ankern und ins Wasser hüpfen, Essen, Trinken und wenn man  Lust hat, tuckert man einfach weiter.

Gut, das mit ins Wasser hüpfen war jetzt bei uns nix, aber es ist trotzdem herrlich einspannend. Es war eine tolle Stimmung unter uns, wir haben erzählt, gelacht, Spaß gehabt, wer Hunger hatte, hat was gegessen... alles in allem entschleunigend.

Und Bordhund Omrano immer mitten drin.
Am Anfang hatte er etwas Respekt, von unten nach oben an Deck zu gehen, aber das hat dann auch geklappt und somit konnte er seinen Dienst am Steuerrad antreten.





Unser Captain Markus  und Constanze, die die Route auf der Karte voll im Blick hatte, stellten fest, dass wir es nicht mehr bis nach Neustrelitz schaffen würden weil die Schleusen nur bis 17:30h geöffnet hatten.



Da wir ja im Urlaub waren und keinen Zeitdruck haben wollten, entschlossen wir uns, ein Nachtlagerplatz zu suchen und sind in Wesenberg gelandet mit einem Anlegeplatz ideal für unser Boot.

Ich glaube, an einem idyllischeren Platz habe ich noch nicht geschlafen.





Für mich und Omrano, für den es ja mal wieder Zeit war an Land zugehen, ergab sich dann auch die Gelegenheit, noch einen schönen Spaziergang durch das keine Örtchen direkt an der Uferpromenade zu machen.
Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dort war die Zeit stehen geblieben, alles so ursprünglich. 
ich glaube, Stress und Hektik gibt es dort nicht.






Was ich so am Hausboot liebe, ist dass man alles dabei hat, Essen, Trinken sein Bett, na klar auch seine Dusche und sein WC, alles klein und beschränkt und natürlich kein Luxus, aber den braucht man (ich) ja nicht und man ist jeden Tag woanders... wo es gefällt bleibt man. Für mich die entspannendste Art zu Reisen.

Die frische Luft und die neuen Eindrücke machen hungrig, also wurde abends gekocht.
Ich bin ja nicht so die Köchin, das habe ich gerne den anderen überlassen. Ich habe dann beim Abwaschen geholfen. Das Schöne an so einer Truppe, dass irgendwie jeder seinen Part findet. Bei uns hat es jedenfalls ohne große Worte geklappt.




Bei einem Glas Wein haben wir jeden Abend ganz gemütlich ausklingen lassen, und ich hab mich wieder mit meinem Hund in die Koje zurückgezogen denn morgens hieß es wieder „früh aufstehen“, um auch was vom Tag zu haben...

Schon morgens um 8h haben wir uns alle gut gelaunt (kein Morgenmuffel war dabei) zum Frühstück getroffen.



Leinen Los und auf nach Neustrelitz!

Neustrelitz hat einen sogenannter Stadthafen. Da die eigentliche Saison noch nicht begonnen hatte, hatten wir für unser Boot genug Platz zum Ankern.
Es ist schon ein tolles Gefühl, mit so einem großen Schiff in einen Hafen einzulaufen...

Neustrelitz hat ein schönes Schloss und einen großen Schlosspark.
Das war für Omrano DIE  Gelegenheit mal richtig zu Laufen und zu Spielen.






Als klar war, dass ich Omrano mit an Bord nehme durfte, hatte ich schon etwas Bedenken, ob es auch genügend Möglichkeiten geben würde, mit ihm an Land zu gehen.

Ich hatte ja mein eigenes WC aber Omrano nicht, und er muss nun mal alle paar Stunden Gassi gehen.
Aber meine Bedenken war unbegründet, es gab genug Möglichkeiten.
Ich bin sogar ab und an während des Schleusens von Bord gegangen, Omrano konnte kurz laufen und wir sind dann wieder zurück an Bord.
Wenn man eine längere Tour mit Hund plant, gibt es auch zwischendurch immer die Gelegenheit, am Ufer zu ankern und von Bord zu gehen.

Nach einer Stunde im Park, war dann aber auch „Schluss mit Lustig“ für Omrano, denn wir mussten wieder den Rückweg Richtung Marina Wolfbruch antreten.

Also alle Mann rauf aufs Boot, Leinen los und weiter ging die „wilde Fahrt“.



Ich war gerade mal den 2. Tag auf dem Schiff, aber schon entspannt wie nach drei Wochen Urlaub.
Man guckt aufs Wasser, die Landschaft zieht langsam an einem vorbei, dann kommt mal wieder eine Schleuse die ein bisschen Aktion rein bringt, (obwohl das nach spätestens der 2. Schleuse für uns NATÜRLICH schon Routine war)...




Am Nachmittag hatten wir unseren Basishafen schon wieder erreicht, aber irgendwie hatten wir alle noch keine Lust, anzulegen und den Tag im Hafen zu beenden, also haben wir einstimmig beschlossen, noch ein drittes Mal nach Rheinsberg zu fahren.

Der Sonnengott hatte ein Einsehen mit uns und bescherte uns herrlichen Sonnenschein, sodass wir schöne Bilder von Land aus auf unser Schiff machen konnten.




Und für mich und Omrano wieder DIE Gelegenheit, durch die Schlosspark zu laufen.

Im Hafen von Marina Wolfsbruch angekommen, manövrierte Markus unser Boot gekonnt wie ein Profi an den Steg, und unser letzter gemeinsamer Abend wurde eingeläutet.

Es wurde gekocht, gegessen, getrunken wir hatte eine tolle Zeit. Wir waren alle sehr wehmütig, denn es war leider unser letzter Abend.




Am nächsten Morgen um 9h haben wir dann das Boot sauber und aufgeräumt übergeben.
Oh man, das wars also! 
Und ich wäre sooo gerne noch 2... 3 Tage weiter geschippert, zumal das Wetter deutlich besser und auch wärmer wurde...

Wir waren alle wehmütig und traurig dass es zu Ende war.

Mein Fazit:

+ Es war ganz sicher nicht meine letzte Hausboottour und die perfekte Urlaubsmöglichkeit mit Hund.

+ Man hat immer Hunger und Durst...



+ Der Hund hat an Bord die Möglichkeit sich frei zu bewegen, ab und an hab ich Omrano in unserer Kabine gelassen, wenn ich das Gefühl hatte, er braucht mal etwas Ruhe.
Ansonsten gibt es immer und überall die Gelegenheit anzulegen und mit dem Hund an Land zu gehen.

+ Warum irgendwo in den Süden oder ein fremdes Land fliegen, wenn doch das Schöne so nahliegt.

+ Wir waren eine tolle Crew, alles hat selbstverständlich und unkompliziert geklappt. Ich könnte direkt schon wieder mit euch losfahren....

Vielen Dank an

LeBoat, die uns die Vision 4 zur Verfügung gestellt hat.

Ich glaube, ich weiß was ich im nächsten Urlaub mache.

Wer Lust auf weitere Berichte hat oder sogar Lust auf eine Hausboottour bekommen hat, schaut in die Blogs von Markus, Tanja, Constanze, Julian oder Anni... 

Viele Grüße Katrin & Omrano



























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